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KEM-Arbeitsprogramm 2017 - 2020

1. Projektmanagement

Vom Modellregionsmanager werden Projekte gemeinsam mit den Gemeinden der Modellregion entwickelt. Der Modellregionsmanager ist dabei für die quantitative und qualitative Erfüllung verantwortlich. Er leitet das KEM Zentrum, dient als Schnittstelle der AkteurInnen in laufenden Projekten, aktiviert neue Förderungen, nimmt an Weiterbildungen teil und ist für die strategische Weiterentwicklung der Klima - und Energiemodellregion verantwortlich.

2. Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation

Um die Bewusstseinsbildung innerhalb der Modellregion zu erhöhen werden regelmäßig laufende Projekte und Informationen veröffentlicht. Die KEM ist sowohl auf Kanälen wie Facebook und Youtube integriert, als auch in Regionalmedien präsent. Wir nehmen als KEM auch an Wettbewerden teil und sind bei verschiedensten Veranstaltungen in den Modellregionsgemeinden aktiv.

3. Veranstaltungen

Damit sich die KEM gut weiterentwickeln kann gibt es alle 3 Monate einen Energiestammtisch. Dabei wird nicht nur über die aktuellen Themen,sondern auch über die aktuellesten und präsenten Entwicklungen in der Energiewende gesprochen, diskutiert und fokusiert.
In einer weiteren Veranstaltungsreihe, unter dem Namen "Unterhaltsame@Energie(ein)geladene.Abende finden für ein breites Publikum interessante und unterhaltsame Themenabende mit Experten statt.

4.Exkursionen

Die KEM möchte bei Exkursionen "über den Tellerrand hinausschauen". Von Fachexkursionen, Dieter Lutz-Challange, bis hin zur Kinder- Elektroauto Rallye bietet die Klima-und Energiemodellregion viele Möglichkeiten um dem Thema "erneuerbare Energien und Umweltschutz" spannend und spielerisch zu begegnen.

5. Aktive Modellregion

Als Klima und Energiemodellregion wollen wir auch die Bevölkerung dazu bewegen, die Klimawende aktiv mitzugestalten. Bereits im Jahr 2017 gab es die Möglichkeit unter dem Motto "wer bastelt mit?" sich, unter Anleitung von Karl Nutz, ein eigenes PV-Modul zu bauen. Diese kann als Energieversorgung für Balkon oder Kleingarten verwendet werden.
Aber auch die Thematik Radfahren ist uns wichtig. Unter dem Leitprojekt "Radeln auf Rezept" und der Verantstaltung "unser wunderbarer Waschsalon" motivieren wir die Bevölkerung, in der Freizeit und für Kurzstrecken wieder mehr das Fahrrad aus dem Keller zu holen.

6. Effiziente Mobilität

Um die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung für E-Mobilität zu erhöhen, werden neben Veranstaltungen mit kostenlosen Testtagen und Fahrtrainings, auch die Standorte und Ladesäuleninfrastruktur stetig ausgebaut.

In der Modellregion besteht der Verein MOVE seit 2013, welcher über die ganze Region ausgeweitet werden soll.
Der KEM Manager ist auch Ansprechpartner und Berater für Betriebe und Gemeinden der Region in Sachen Mobilität.

7.Energieeffizienz in der Bevölkerung

Die KEM fungiert auch für Private Haushalte. Bei den Sprechstunden im KEM Zentrum und den einzelnen Gemeinden, haben die Bürger die Möglichkeit sich Hilfe und Informatinen zum Thema Energieeffizenz beim Hausbau, Errichtung einer PV Anlage, Umstelluing der Heizung oder einfach beim Heizungspumpenchek zu holen.

Neben den Gesprächen im KEM Zentrum, finden auch regelmäßige Termine in den Gemeinden statt.

Gute Projekte von BürgerInnen oder Gewerbetrieben werden über die KEM und des Landes NÖ ausgezeichnet.

8. Energiedatenerfassung

In allen Gemeinden werden regelmäßig Energiedaten erfasst, um daraus einen eigenen Energiebericht zu fertigen. Daraus wird das jährliche Umsetzungskonzept angepasst.

Aus den neuen Zahlen wird in Abstimmung der KEM Mitglieder und des KEM Managers das Umsetzunskonzept evaluiert.

9. Wasserkraft

Wasserkraftwerke an der Traisen haben ein enormes Sanierungspotential, da viele von ihnen an die 100 Jahre alt sind. Die KEM konnte in den letzten Jahren bei rund 20% der Kraftwerke eine Effizienzsteigerung durchführen und wird diese Maßnahme beibehalten.

Um eine langfristige effiziente Energieproduktion an den Mühlbächen zu garantieren, arbeitet die Klima -und Energiemodellregion stetig daran das Bewusstsein der Bevölkerung zu schärfen. Immer wieder werden unsere schönen Bäche zur Müllentsorgung zweckentfremdet.

10. Kommunale Energiewende

Die Klima- und Energiemodellregion schafft eine zielgerichtete Gemeindepolitik in Sachen Umwelt- und Klimaschutz.
Es werden Konzepte für Einspar-Contracting in den Gemeinden gemeinsam mit dem KEM Manager erstellt.

Die KEM schafft eine Ausbildung und Proffesionalisierung der EntscheidungsträgerInnen in Sachen Umwelt- und Klimaschutz.

11. Kommunale Gebäude & Infrastruktur

Die KEM begleitet alle kommunalen VerbraucherInnen und sucht nach Effizienzpotentialen. Mit Unterstützung von ExpertInnen werden die Gebäude und die Infrastruktur betrachtet.

Nach Sanierungskonzepten folgen Umsetzungen:

  • Gebäudechek, Heizungscheck, Licht
  • Sanierungskonzepte
  • Photovoltaik im kommunalen Einsatz
  • Öffentliche Beleuchtung
  • Pumpwerke

KLAR-Arbeitsprogramm 2017 - 2020

1. Öffentlichkeitsarbeit Klimawandel-Anpassung

Die Kommunikation über den Klimawandel und die sich daraus ergebenden Veränderungen sind wichtig für den Fortschritt der Anpassungsaktivitäten in der Region.
Die KLAR ist kompetenter Informationsträger in der Region. Durch zielgruppenorientierte Kommunikation und Einbindung von lokalen Interessensgruppen durch Themenschwerpunkte, wird die Wichtigkeit der Klimawandelanpassung in der Region verdeutlicht.

2. Anlaufstelle für Klimawandel-(Fehl)-Anpassungen

Das KEM-Zentrum ist die konkrete Anlaufstelle für Fragen und Projekte. Sie dient, um mögliche Unsicherheiten gegenüber den Möglichkeiten der Anpassungen entgegenzuwirken. Bewohner der Region können sich direkt mit ihren Anliegen an den Experten wenden. Der KEM-Manager agiert als Ansprechperson und Koordinierungsstelle.

3. Strategieentwicklung für den öffentlichen Raum

Für gute Lösungen durch Kompromissbereitschaft und Abwägen braucht es Strategien. Deshalb wird in Arbeitskreisen geschult und mit Experten forciert. Daraus entstehen Wissensvermittlung und eine klare Zieldefinition.

4. Alarmplan für Dürresituationen in der KLAR 1.0

Eine Anpassung an bereits auftretende Dürreperioden wird frühzeitig notwendig werden.
Deshalb werden mit Experten Grundlagen erarbeitet um die zu erwartenden Extremsituationen im Vorfeld bestmöglich abzufangen - daraus entsteht in weiterer Folge ein Alarmplan für Dürreperioden.

5. Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser

Neben der Erarbeitung und Realisierung von Hochwasserschutz sowie Retentionsbecken für kleinere lokale Problemstellen besteht der Bedarf für einen Alarmplan der Hochwasssersituationen, sowie Abstimmung mit Einsatzkräften und Betreibern. Die KLAR und der KEM Manager begleiten die Umsetzung einzelner MAßnahmen zum Hochwasserschutz und koordinieren einen gemeinsamen Alarmplan für die einzelnen Bereiche.

6. Grünraumbewirtschaftung im öffentlichen Raum

Begrünung und Bäume dienen der Verbesserung des Mikroklimas und der Verschattung in der Stadt, sowie dem Gemeinwohl. Nachdem die Klimamodelle einen Anstieg der Durchschnittstemperatur und vermehrtes Auftreten von Hitzetagen vorhersagen, wird die innerörtliche Bepflanzung an diese Bedingungen anpepasst. Entlang von Verkehrswegen und Straßen können Bäume nicht nur Schatten spenden, sondern auch den Abfluss von Regenwasser begünstigen sowie das Mikroklima beeinflussen.

7. Weinbau im Klimawandel

Die Trockenheit verursacht den Trauben Stress und der Weinbau muss zukünftig auf Bewässerung setzen. Es werden Lösungen für einen zukünftig ökologischen und nachhaltigen Weinbau entwickelt. Es geht darum, wie man Weinbau ihne CO2-Emission organisiert. Das betrifft vorallem eine ganzjährige Bewässerung, welche durch den Klimawandel notwendig wird, auch wie man den Boden dort als Senken verwendet.

8. Forstwirtschaft im Klima-Wandel

Derzeit fehlt dem lokalen Hochwald der Frühjahrsniederschlag und dazu kommt Schädlingsbefall für viele Baumarten, welche unter hohem Stress leiden. Lokale Großwaldbesitzer sind sich hier schon einig, dass klimastabilisierende Baumarten benötigt werden. Dazu werden aktuell auch Studien durchgeführt. Diese werden auch den Besitzer kleiner Waldflächen nähergebracht.

9. Informationstage zum regionalen Klimawandel

Mit einer überregionalen Konferenz trägt die Region die Bestrebungen in Sachen Anpassung an den bestehenden Klimawandel nach außen. So kann einerseits aus den Aktivitäten anderer Regionen gelernt werden und andererseits werden auch eigene Erfahrungen weitergegeben.
Derzeit wird dem Themenbereich Wasser&Klimawandel (Dürre, Wasserkraft, Hochwasser) entsprechend Raum gegeben, da dies für die Region eines der prägenden Merkmale ist.

10. Fahrrad - Tourismus

Die Flüsse entlang der bestehenden Radinfrastruktur bieten den Radfahrer durch ihr Mirkroklima entsprechende Abkühlung. Um die Fahrradrouten noch attraktiver zu gestalten, wird die Infrastruktur ausgebaut und eine Beschattung durch Bäume angestrebt.
Neben der schattenspendenden Wirkung, bieten diese auch Schutz vor kurzen Niederschlagseinbrüchen. Bäume müssen nach den Kriterien Klimaresistenz, Wurzelraum, Standfestigkeit und Fallstruktur (durch Obst, Äste, Laub) sortiert werden.