KEM-Arbeitsprogramm 2017-2020

1. Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Green Events

Diese Maßnahme hat zum Ziel die Umsetzung der (maßnahmenunspezifischen) Kommunikation grundsätzlich aller KEM-Themen (Klimaschutz) und die Know How-Entwicklung für CO2-freie Veranstaltungen. . Dazu gehört auch das Richtigstellen von Falschmeldungen, Projekte vorstellen und unterschiedliche Medien und Formate zu bespielen.

2. Kommunale Sanierungsoffensive

Die Maßnahme hat die Energieeffizienz und den Ausstieg aus fossilen Energieträgern in kommunalen Gebäuden zum Ziel, wie den Empfehlungen aus dem EEA-Audit 2019 (Kapitel 2.2.2 bzw. 5.2) entnommen. Neben der Umsetzung soll hier der Impuls für eine regionale Sanierungsoffensive entstehen. Dadurch werden auch die Gemeindemitarbeiter qualifiziert, wie im Audit in Kapitel 5.5 empfohlen.

Die Gemeinden sollen ein starkes Signal zum Ausstieg aus der Verwendung von Heizöl bzw. fossilen Energieträgern setzen! Die Botschaft soll lauten: „RAUS AUS DEM ÖL WEGEN KLIMASCHUTZ!“

3. Kommunale PV-Offensive mit Bürgerbeteiligung

Die Gemeinden werden ein starkes Signal für PV setzen. Wir wollen auf jedem Gebäude eine PV-Anlage! Dazu sollen die Bürger mittels einer Bürgerbeteiligung eingebunden werden. Falls es gesetzlich möglich wird, so soll der Strom-Überschuss der PV-Anlagen innerhalb der Umgebung vermarktet werden (Grätzelstrom). Damit dient die Maßnahme auch zur Bewusst-seinsbildung für einen Herkunftsnachweis bei der Produktion von Strom.

4. Living for Future! Bürgerbeteiligung zum Mitmachen

Die KEM gründet ein OTELO – offenes Technologielabor für Experten, Game Changer und die Bevölkerung (siehe https://otelo.or.at). Dort können gute Ideen zur Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder Regionalität bedingungslos entwickelt oder auch kopiert werden. (Stichwort: Open Source)
Es werden offene Think Tanks durchgeführt und die Ideen werden veröffentlicht. Von allen neuen Ideen wird zumindest eine Idee pro Jahr auch umgesetzt. Dazu wird das "Living-For-Future"-Festival durchgeführt werden! Das Format und Programm wird erst in der Maßnahme entwickelt werden.

5. Innovative Wasserrkaft

Die Wasserkraft in der Region muss weiter gestärkt werden. Die Traisen ist der Mittelpunkt der Region!
Eine Machbarkeitsstudie für das Restwasserkraftwerk ist deshalb innovativ, weil alle 52 Kraftwerke in der Region außerhalb der Traisen in begleitenden Mühlbächen sind und noch nie ein Kraftwerk direkt in der Traisen errichtet wurde. Bisher war das nicht möglich, doch es gibt verschiedenste innovative Technologien, die nun genau evaluiert werden.

6. kommunale und öffentliche Beleuchtung

Effizienzoffensive bei der Beleuchtung mit einer Kommunikation der Thematik Lichtverschmutzung. Austausch von allen ineffizienten Beleuchtungen (HQL, NaQL, Halogen, Noenröhren, etc.) gegen LED-Beleuchtung und offene Kommunikation, damit daraus eine Vorbildwirkung für andere Zielgruppen entsteht.

7. Alternative Mobilitätslösungen ohne CO2-Emissionen

Durch die Maßnahme sollen alternative Mobilitätslösungen (Handlungsfeld 4) gestärkt und gemeindepolitische Grundsatzbeschlüsse (Handlungsfeld 1) gefasst werden. Den Bürgern werden Sharing-Lösungen angeboten. Das Radfahren muss der Bevölkerung noch schmackhafter gemacht werden!

8. Leerstandsmanagement

Ziel ist die gewerbliche Nutzung von derzeitigen Leerständen und die Belebung der Orte. Dadurch soll die regionale Wertschöpfung gesteigert werden. Außerdem kann dadurch das Verbauen von Flächen am Stadtrand verhindert werden. Dies bedeutet, dass vorhandene bauliche Ressourcen weiter genutzt werden und gleichzeitig die Zentrumslagen gestärkt werden. Insofern handelt es sich hierbei um eine Effizienzmaßnahme und ebenso um eine indirekte Mobilitätsmaßnahme.

9. Energiewettbewerb der kommunalen Gebäude

Ziel der Maßnahme ist es, dass die Energieverbräuche in den kommunalen Gebäuden sinken und das Nutzerverhalten zu verbessern.
Das Thema Energiewende, Energiesparen und Nutzerverhalten soll auch lustig und unterhaltsam rüberkommen, aber vorallem informativ und motivierend sein. Durch den Wettbewerb werden die Gemeinden weiter angespornt effizienter zu werden und auch ihr Nutzerverhalten zu ändern.

10. Wer bastelt mit?

Die BürgerInnen sollen zum aktiven Mitmachen motiviert werden. Dazu wird es jährlich auch unterschiedliche Aktivitäten geben.
Es werden Repair Cafes durchgeführt, sowie PV-Module, Power-Packs und Klein-Windräder selber gebaut. Dabei werden alle Komponenten selbst hergestellt. Die Bürger lernen, dass man sich selber helfen kann und die Technologie zur Ener-giewende nicht ein abstraktes Ding ist. Durch die Repaircafes erhöht sich das Bewusstsein zur Obsoleszenz der Produkte.

11. Region isst Saisonal und Regional

Es ist das Ziel regionale Produkte zu stärken und Abhof-Verkäufern eine größere Aufmerksamkeit zu geben, um hiermit im Bereich des CO2-Fußabdrucks der Ernährung als einem Kernaspekt der Energiewende und des Klimaschutzes einen regiona-len Ansatzpunkt zu setzen.

12. Plastikfreies Einkaufen

Vermeidung von Einweg-Plastik! Durch Kooperationen mit lokalem Handel sollen Produkte unverpackt bzw. plastikfrei verkauft werden.
Die BürgerInnen sollen mit der Frage konfrontiert werden: „Wie soll man plastikfrei einkaufen können?“ die regionale Wirtschaft soll Lösungen haben. Die Politik soll dahinter stehen!

13. Solarthermische Großanlagen

Die Solarthermie ist in den vergangenen Jahren gegenüber der Photovoltaik ins Hintertreffen geraten. Dennoch sind beide Nutzungsvarianten von Solarenergie technisch ausgereift und höchst sinnvoll, weil hierzu in der Region nach wie vor sehr große Potenziale bestehen – vor allem geeignete Dachflächen.
Insbesondere bei großem Wärmebedarf ist die Nutzung durch solarthermische Großanlagen nach wie vor äußerst sinnvoll (ggfs. auch in Kombination mit PV).