KLAR-Arbeitsprogramm 2017-2020

1. Strategisches Wassermanagement

Die Maßnahme 1 ist die wichtigste Maßnahme in der Region! Denn das Wasserdargebot wird auf Dauer den regionalen Bedarf nicht decken. In dieser Maßnahme werden die Gemeinden zuerst einen Wertkatalog für Wasser definieren. Danach wird sich der KAM-Manager in allen Bereichen einbringen:
• Reduktion der versiegelten Fläche
• Alternative Regenwassermanagement-Systeme
• Hochwasser und Hangwasser
• Grundwasserverfügbarkeit
• Bewässerungen
• Ökologisierung der Flüsse

2. Anlaufstelle gegen Fehlanpassungen & Naturgefahren

Diese Maßnahme ist eine Weiterführung und Weiterentwicklung. Wenn sich niemand ständig in die Projekte als Korrektiv einbringt, würde Adaptation schnell an Priorität verlieren, weil es oftmals andere oder kurzfristig günstigere Lösungen gibt. Die neue Maßnahme wird nicht wie in der Vergangenheit nur beraten, sondern wird sich aktiver einbringen und selber nach Fehlanpassungen suchen.

3. Wohnen, Haus und Garten: Anpassung an den Klimawandel

Das Wohnverhalten, die Lebensweise, unsere Freizeitgestaltung und wie wir unser gesamtes Umfeld planen, hat noch wenig mit der aktuellen Klimasituation zu tun, welche sich in den kommenden Jahren noch stärker verändern wird.
Neben den genannten Aspekten kommen Risiken aus Hochwasser, Hagel, uvm. In der Maßnahme vor. Besondere Bedeutung wird dem Verhalten im Garten und dem generellen Umgang mit Trinkwasser gewidmet werden.

4. Neophyten

Das Untere Traisental und auch das Fladnitztal haben heute bereits eine große Anzahl an invasiven Neophyten. Mit Experten wird darüber diskutiert, welche Gefahren und auch Chancen davon ausgehen. Vor allem haben machen auch ein starkes Allergiepotential. Dadurch spielt auch diese Maßnahme in andere Maßnahmen (Klimawandel und Gesundheit).

5. den Klimawandel touristisch nachhaltig entwickeln

Der Klimawandel bietet der Region auch Chancen, wie zum Beispiel im Tourismussektor. Die Maßnahme nützt nun diesen sich in der Region gerade stark entwickelnden Bereich und verknüpft ihn mit seiner Kernkompetenz Radfahren, denn dies kann dann auch die Mobilität in der Bevölkerung verbessern!

6. Grünraumbewirtschaftung im öffentlichen Raum & KLAR-Parks

Die Maßnahme ist eine Fortführung einer erfolgreichen Maßnahme aus der letzten Periode. Jetzt sollen Parks entstehen, die als Klimawandel-Anpassungsflächen den Prozess stärken! Weiters geht es um die Verbesserung des innerörtlichen Mikroklimas.

7. Weinbau im Klimawandel

Die Trockenheit verursacht den Trauben Stress und der Weinbau muss zukünftig auf Bewässerung setzen. Es werden Lösungen für einen zukünftig ökologischen und nachhaltigen Weinbau entwickelt. Es geht darum, wie man Weinbau ihne CO2-Emission organisiert. Das betrifft vorallem eine ganzjährige Bewässerung, welche durch den Klimawandel notwendig wird, auch wie man den Boden dort als Senken verwendet.

8. Forstwirtschaft im Klima-Wandel

Derzeit fehlt dem lokalen Hochwald der Frühjahrsniederschlag und dazu kommt Schädlingsbefall für viele Baumarten, welche unter hohem Stress leiden. Lokale Großwaldbesitzer sind sich hier schon einig, dass klimastabilisierende Baumarten benötigt werden. Dazu werden aktuell auch Studien durchgeführt. Diese werden auch den Besitzer kleiner Waldflächen nähergebracht.

9. Informationstage zum regionalen Klimawandel - die KLAR!-Konferenz

Mit einer überregionalen Konferenz trägt die Region die Bestrebungen in Sachen Anpassung an den bestehenden Klimawandel nach außen. So kann einerseits aus den Aktivitäten anderer Regionen gelernt werden und andererseits werden auch eigene Erfahrungen weitergegeben.
Derzeit wird dem Themenbereich Wasser&Klimawandel (Dürre, Wasserkraft, Hochwasser) entsprechend Raum gegeben, da dies für die Region eines der prägenden Merkmale ist.

10. Klimawandel & Gesundheit

Die Maßnahme dient dem Wissenstransfer und der Unterstützung von Alten, Schwachen und Kindern, welche durch den Klimawandel besonders betroffen sind.

Die Anzahl der Hitzetage wird nicht nur im langfristigen Mittel bedeutend steigen, sondern es passiert bereits. Die Mortalität durch Hitze hat österreichweit bereits die Anzahl an Verkehrstoten überstiegen. Im Unteren Traisental leiden Schwächere, Kranke und Kinder jeden Sommer an den Hitzewellen.

Weiters gibt es in der Region bereits eine große Anzahl an neuen Pflanzenarten mit einem starken Allergiepotential. Für PolleneallergikerInnen sind diese Arten von besonderer Bedeutung. Asthma ist dabei eine häufige Ursache.

11. Phänologie – Zeiger des Klimawandels

Um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Vegetation in der Region sichtbar zu machen, sollen in den KLAR!-Gemeinden „Zehn-Jahreszeiten-Hecken“ gepflanzt werden. Diese werden zukünftig als regionstreuer Naturkalender für die Bevölkerung zur Hand sein.

12. Bewusstseinsbildung – „Die letzte Meile in der Kommunikation“

Es gibt Personengruppen, die für die Themen der Klimawandelanpassung schwer erreichbar sind. Dazu gehören Teile der Bevölkerung, die entweder nicht über digitale Kanäle erreichbar oder nicht emotionalisierbar sind.

Nun dient diese Maßnahme dazu, dass die Region im Zuge der Mobilisierung von den anderen KLAR-Regionen lernt und gleichzeitig das eigene Wissen und die eigene Erfahrung weitergibt. Dadurch erwartet man sich einen bewussteren Umgang der Gesellschaft mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die persönliche Betroffenheit.